Nashornmädchen Sundari

Panzernashornmädchen Sundari, 12. Juni 2009
Sundari in Nepal
Sundari, der Name bedeutet “Die Schöne” auf nepalesisch, 2003 in Nepal geboren, lernte schon mit wenigen Monaten, sich durch Futter-erbetteln durchzuschlagen. Sie wurde im Oktober 2003 im Alter von wenigen Monaten alleine aufgefunden und von Pflegern aufgepeppelt. Da sie den Kontakt zu Menschen suchte, wurde Sundari bald zur Touristenattraktion des Royal Chitwan Nationalparks. Nur werden süße kleine Nashörner früher oder später größer und kräftiger. Wenn sie durch Betteln zu wenig Futter bekam, spazierte sie einfach in die Küche und “besorgte” sich das Futter selber.

Sundari schläft im Schatten, 2004, Nepal
(Foto: gierrr, outdoors.webshots.com)
So kam sie in die Auffangstation für Tierwaisen. Dort sollte sie für eine Auswilderung vorbereitet werden. Doch Sundi, wie sie heute von ihren BetreuerInnen oft genannt wird, war zu stark auf Menschen geprägt. So stand ihr ein Leben in einem kleinen Gehege der Auffangstation bevor. Doch das Schicksal hatte eine schönere Zukunft für sie vorgesehen.
Sundari im Nashorn-Park Wien
Im März 2006 kam Sundari nach Wien in den Nashorn-Park. Hier wuchs Sundari durch liebevolle, aber konsequente Pflege und Betreuung zu einem lieben und umgänglichen Teenager heran. Wenn sie gut aufgelegt ist, kann man sie beim Erlebnisgutschein Nashörner sogar füttern und angreifen!

Nach dem Abendessen fallen Sundari die Augerl zu, den Ohren entgeht jedoch nichts ... (20. Juni 2009)

Sundari in der schneebedeckten Außenanlage, rückwärtiger Teil, 1. Februar 2009
Medical Training
Damit aus Sundari ein zugängliches und für ihre Betreuer möglichst ungefährliches Tier wurde, gibt es regelmäßig Medical Training mit Tiertrainerin Dr. Eveline Dungl. Wie das abläuft, kann man sich bei einer Folge der ZDF-Reihe Tierische Kumpel --> online anschauen (Folge vom 28. Mai 2009 mit Training bei Jange und Sundi (der Beitrag ist aufgeteilt, erster Teil beginnt bei etwa 7 Minuten).
Doch es wird auch täglich geübt. Bevor die Tiere zur Nachmittagsjause in die Innenanlage dürfen, gibt es ein kurzes Training. Dadurch wird verhindert, dass die beiden Kolosse wie wild in das Haus stürmen und womöglich gegen ein noch geschlossenes Tor rasen.

Sundari beim Training mit Dr. Dungl, bevor es zur Jause in die Innenanlage geht, 12. Juni 2009
Bei aller Schwärmerei für Sundari, sie ist und bleibt ein Nashorn mit einem Körpergewicht von knapp 900 kg. Ohne dieses regelmäßige Training wäre ein gefahrloser naher Kontakt zu den Tieren, wie etwa für die Fußkontrolle, nicht möglich (die menschl. Beine unter Sundis Bauch gehören zu Revierleiter Helmut Ulzer
):

Fußkontrolle bei Sundari, 12. Juni 2009
Im Rahmen des Erlebnisgutscheines Nashorn, den der Tiergarten Schönbrunn seit einiger Zeit anbietet, gibt es eine Backstage-Führung und falls Jange und/oder Sundari einen guten Tag haben, auch Fütterung und Streicheln.
Videos
Sundari am 23. Juli 2009:
Sundari & Jange am 23. Juli 2009:
Sundari am 12. Juni 2009:
Jange & Sundari am 31. Jänner 2009 und 1. Februar (da gab es in Wien massenhaft Schnee bei bis zu minus 10° Celsius)
Sundari & Jange am Neujahrstag 2009:
Sundari & Jange am 14. Oktober 2008:
Wallpaper
Auf der Seite Wallpapers auf zoobesuche.net gibt es Desktophintergründe für den PC mit Sundi:
(Fotos & Videos: C. Belik, J. Belik)




